Motion

Russisch-orthodoxe Kirche soll aus ÖRK suspendiert werden

Eine Motion aus Zürich fordert, dass der EKS-Rat sich für eine Suspendierung der russisch-orthodoxen Kirche aus dem ÖRK einsetzt. Das Patriarchat befürwortet den Krieg gegen die Ukraine.

Der Zürcher Kirchenratspräsident Michel Müller hat bei der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) eine Motion eingereicht, dass sie eine Suspendierung der russisch-orthodoxen Kirche aus dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) verlangen soll.

Im Schreiben heisst es, dass die weltweite Kirche Haltung zeigen müsse, angesichts der kirchlichen Legitimation des Krieges gegen die Ukraine. Ausserdem könnten auch mit einem suspendierten Mitglied Gespräche geführt werden. Die Gesprächsfähigkeit sei also kein Grund, dass die russisch-orthodoxe Kirche Mitglied bleiben müsse.

Unterzeichnet haben die Motion neben Müller sechs weitere Mitglieder der Zürcher Delegation in der EKS-Synode.

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. gilt als enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Kirchenführer hat den Westen beschuldigt, für den Krieg verantwortlich zu sein. Ausserdem bezeichnete er den Krieg in der Ukraine als «Krieg des Lichts gegen die sündigen Werte», die den Orthodoxen von den «Weltmächten» aufgezwungen würden (ref.ch hat berichtet). (mos)