Medizin

Kinderhospiz unterstützen

In Zürich soll das erste Schweizer Kinderhospiz entstehen. Die Zürcher Regierung will sechs Millionen Franken dafür geben.

In Fällanden entsteht derzeit das erste Kinderhospiz der Schweiz. Es schliesst eine Versorgungslücke bei der Betreuung von schwer oder unheilbar kranken Kindern und Jugendlichen und ihren Angehörigen. Daher will der Regierungsrat den Bau des Hospizes mit einem Beitrag von sechs Millionen Franken unterstützen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Im Kinderhospiz sollen die Patientinnen und Patienten bei Bedarf immer wieder vorübergehend aufgenommen werden, um die pflegenden Angehörigen zu entlasten. Zudem sollen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit erhalten, ihre letzten Tage würdevoll an einem ihnen vertrauten Ort mit der Familie zu verbringen.

Das Erdgeschoss des dreistöckigen Kinderhospizes Flamingo umfasst laut Mitteilung unter anderem acht Pflegezimmer sowie einen Aufenthalts- und Essraum für die Familien. In den zwei oberen Etagen befinden sich neben den Beherbergungszimmern auch ein Aufgaben- und Spielzimmer, ein Multifunktionsraum für 50 Personen, ein Abdankungsraum sowie weitere Räumlichkeiten.

Das Projekt für ein Kinderhospiz wird von der 2009 gegründeten Stiftung Kinderhospiz Schweiz realisiert. Die Baukosten belaufen sich auf rund 18 Millionen Franken. Die sechs Millionen Franken, die der Regierungsrat an die Baukosten bezahlen will, müssen noch vom Kantonsrat genehmigt werden. (sda/no)