Glarner Kirchenrat sagt «Ja, aber» zur Aufhebung des Tanzverbots

An der Glarner Landsgemeinde vom 5. Mai wird über die Abschaffung des Tanzverbotes an hohen Feiertagen abgestimmt. Der Reformierte Glarner Kantonalkirchenrat spricht sich für die Aufhebung auf, jedoch nur in geschlossenen Räumen.


Sollen an hohen Feiertagen Tanz- und Sportveranstaltungen stattfinden können? Darüber entscheidet die Glarner Landsgemeinde am Sonntag, den 5. Mai. Der kantonale Kirchenrat der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Glarus spricht sich für die Aufhebung des sogenannten Tanzverbotes aus, jedoch nur in geschlossenen Räumen, wie es in einer Medienmitteilung vom 2. Mai heisst. Der Reformierte Kantonalkirchenrat könne sich mit dem massvollen Kompromissvorschlag von Landrat und Regierung einverstanden erklären. Die weitgehende Abschaffung der Ruhetagsregelungen, wie sie die Jungfreisinnigen fordern, lehne er hingegen ab.

Der Rat sei sich bewusst, dass heute viele Menschen die Ruhetage für kulturelle, sportliche und andere Freizeitaktivitäten nutzen möchten. «Andererseits ist er der Ansicht, dass für unser christlich geprägtes Land die hohen Feiertage einen wichtigen Wert darstellen», heisst es in der Mitteilung. Ihr Sinn sei es, in der alltäglichen Geschäftigkeit und Umtriebigkeit ein wahrnehmbares Signal des Unterbruchs und des Zur-Ruhe-Kommens zu setzen. Dies vor allem auch mit Blick auf den Karfreitag, an welchem nicht nur dem Tod Jesu, sondern auch dem weltweiten Leid gedacht wird.

Neue Kirchenratsschreiberin

Der Rat hat weiter die neue Kirchenratsschreiberin Sandra Felber willkommen geheissen. Sie hat am 1. Mai ihre Arbeit auf dem Sekretariat der Evangelisch-Reformierten Landeskirche aufgenommen. Bis Ende Mai steht ihr der bisherige Sekretär Markus Beerli zur Seite. Er tritt am 1. Juni in den Ruhestand. (bat)

In einer ursprünglichen Version dieses Artikels lautete der Titel «Reformierter Glarner Kantonalkirchenrat für Aufhebung des Tanzverbots». Da dies auch so verstanden werden kann, als würde sich der Kirchenrat für den Vorschlag der Jungfreisinnigen aussprechen, wurde der Titel entsprechend präzisiert. (Die Redaktion)