Reformierte Synode Thurgau besetzt Ombudsstelle

Die Stelle, die bei kirchlichen Konflikten im Thurgau vermitteln soll, konnte an der Synode der Evangelischen Landeskirche Thurgau besetzt werden. Bereits vor einem Jahr hätte dies geschehen sollen - doch das Kirchenparlament kritisierte damals das Auswahlverfahren und die Kandidaten.

Die Reformierten im Thurgau erhalten eine Ombudsstelle. Im Bild: Ausschnitt aus dem Thurgauer Kantonswappen. (Bild: Wikimedia)

Wie die Evangelische Landeskirche Thurgau in einer Mitteilung schreibt, wurde an der Synode vom vergangenen Montag in Kreuzlingen Barbara Kopieczek aus Frauenfeld mit 92 von 102 massgebenden Stimmen zur Ombudsfrau gewählt. Allerdings musste die Wahl von zwei Stellvertretenden mangels Kandidaten erneut vertagt werden.

Quest verlangt Änderung der Stipendienverordnung

Weiter will sich die Thurgauer Landeskirche mit der Revision der Stipendienverordnung für mögliche Unterstützungsbedürfnisse im Zusammenhang mit der neuen Quereinsteigerausbildung (Quest) rüsten. Da es sich hier um eine Zweitausbildung handelt und die Quereinsteigenden keine staatlichen Stipendien erhalten, erachtete der Kirchenrat die Revision als nötig. Kirchenratspräsident Wilfried Bührer unterstrich deren Relevanz: «Dass wir hier nicht im luftleeren Raum debattieren, zeigt die Tatsache, dass bei schweizweit über 30 Quest-Teilnehmenden, allein drei aus dem Thurgau kommen.» Unbestritten war, dass die Ausbildung finanziell zum Problem werden kann, wenn parallel noch eine Familie unterhalten werden muss. Im Härtefall werden die Beiträge nun verdoppelt, von 2’000 auf maximal 4 ’000 Franken pro Semester. Die Revision dürfte dazu führen, dass sich die jährlichen Aufwendungen der Landeskirche aufgrund der Stipendienverordnung von bisher 15’000 Franken verdoppeln könnten.

Satter Gewinn bei Jahresrechnung

Die Synodalen genehmigten auch die Jahresrechnung. Sie schliesst deutlich besser ab als erwartet. Statt einem Defizit von 93 ’000 Franken resultiert ein Gewinn von 142’000 Franken.