Reformierte spenden für den Irak

Die Zürcher, Thurgauer und St. Galler Landeskirche sowie der Verband der Stadtzürcher Kirchgemeinden unterstützen das Hilfswerk CAPNI mit insgesamt 90'000 Franken.

CAPNI-Leiter Emanuel Youkhana (Zweiter von rechts) vor dem Snuni-Hospital, das CAPNI unterhält. (Bild: zVg)

Das Hilfswerk CAPNI (Christian Aid Program Northern Iraq) unter der Leitung des assyrischen Pfarrers Emanuel Youkhana leistet seit 1993 Nothilfe in den kurdischen Gebieten des Nordirak. Es ist langjähriger Partner insbesondere der reformierten Zürcher Landeskirche, wie diese in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Seit dem letzten Herbst seien die freundschaftlichen Kontakte noch weiter gestärkt worden: Der Zürcher Pfarrer Andreas Goerlich hat seine Pfarrstelle in Pfungen aufgegeben und ist seither in Dohuk, der Hauptstadt der Kurdenregion, für das CAPNI im Einsatz.

Nun erhält das Hilfswerk eine Spende über 90’000 Franken von Schweizer Reformierten. Der Beitrag setze sich zusammen aus Zuwendungen der Zürcher, der Thurgauer und der St. Galler Landeskirche sowie des Verbands der Stadtzürcher Kirchgemeinden, heisst es in der Mitteilung.

Ärztliche Untersuchungen und medikamentöse Versorgung

Ein Schwerpunkt des CAPNI betrifft die Gesundheitsversorgung in den kurdischen Gebieten. Hier leben noch immer hunderttausende Flüchtlinge. Die Mehrzahl von ihnen sind Christen und Jesiden, die von der Terrormiliz IS mit Gewalt aus Mosul und der Niniveh-Ebene vertrieben worden sind. Das Hilfswerk betreibt mehrere mobile Kliniken, mit denen die Menschen auch in abgelegenen Gebieten erreicht und betreut werden können.

Zudem unterhält das CAPNI das Snuni Hospital in der Region Sindschar, in der vor allem Jesiden leben. Das Spital ist weit und breit das einzige Krankenhaus. Hier gibt es ärztliche Untersuchungen und medikamentöse Versorgung. Es werden einfachere Operationen durchgeführt und es gibt eine Geburtshilfe-Abteilung.