Die Reformierte und die Katholische Kirche im Kanton Zürich befürworten die Asylgesetzrevision, über die am 5. Juni abgestimmt wird. In der gemeinsamen Stellungnahme vom 3. Mai heisst es zur Begründung: «Das revidierte Asylgesetz enthält einerseits schmerzliche Verschärfungen. Andererseits wurde das neue Asylverfahren im Bundeszentrum Juch erfolgreich getestet. Auch die Seelsorgenden dort bestätigen die positiven Auswirkungen. Nach kritischer Prüfung sprechen sich die Reformierte wie Katholische Kirche im Kanton Zürich gemeinsam für das neue Asylgesetz aus.»
Weiter heben die Kirchen hervor, dass die neue Gesetzgebung den «besonderen Bedürfnissen von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden, Familien mit Kindern und betreuungsbedürftigen Personen (Behinderte, ältere Menschen) besser Rechnung» trage.
Die Revision enthalte jedoch auch «offene Fragen und kritische Punkte», heisst es in der Mitteilung. Insbesondere die Einrichtung von Zentren für sogenannte «renitente Asylbewerber» werde von Kirchen und Hilfswerken aufmerksam beobachtet werden.