Blatten
Reformierte Kirche bietet der Bevölkerung Hilfe an
In Blatten ist nichts mehr, wie es war. Am Mittwoch hat eine Lawine aus Stein, Eis und Schlamm das Walliser Dorf unter sich begraben. Seither staut sich zudem das Wasser der Lonza oberhalb des Schuttkegels und bedroht auch die talabwärts liegenden Dörfer.
Mittlerweile bahnt sich das Wasser langsam einen Weg durch die Schuttmasse. Dadurch lässt die Gefahr einer weiteren Katastrophe in Form von Murgängen nach, wie der Walliser Kantonsgeologe Raphaël Mayoraz gegenüber den Medien sagte.
Die zuständigen Stellen bleiben dennoch in Alarmbereitschaft. Die Gemeinden im Lötschental unterhalb von Blatten sowie Orte im Rhonetal errichten Dämme. Die Bevölkerung soll sich auf eine mögliche Evakuierung vorbereiten.
Der reformierte Pfarrer von Brig, Daniel Rüegg, hat der Bevölkerung Hilfe angeboten, wie er auf Anfrage erklärt. «Ich habe dem Gemeindepräsidenten von Blatten und meinem katholischen Kollegen gesagt, dass ich als Seelsorger zur Verfügung stehe.» Unter der Bevölkerung von Blatten gebe es auch einige Mitglieder der reformierten Kirche, so Rüegg. Diese habe er heute per Brief angeschrieben. Wer Unterstützung benötige – auch finanzieller Natur – könne sich an die reformierte Kirche wenden.
Bisher sei er noch nicht kontaktiert worden. «Im Moment gilt es, abzuwarten», sagt Rüegg. Die Menschen lebten in einem Provisorium. Für viele sei unklar, wie es weitergehe.
Die Natur gibt den Takt vor. Wie der Kantonsgeologe Mayoraz sagt, könne es noch Wochen dauern, bis sich der Fluss Lonza eine relativ stabile Rille durch die Trümmermassen gegraben hat. (sda/ pef)