Deutschland

Rechtsradikale Musik auf Weihnachtsmarkt

Auf einem Weihnachtsmarkt in Norddeutschland soll rechtsradikale Musik abgespielt worden sein. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Volksverhetzung.

Die Ermittlungen der Polizei zum mutmasslichen Abspielen rechtsradikaler Musik auf einem Weihnachtsmarkt in einem Ort in Norddeutschland am dritten Advent haben erste Erkenntnisse ergeben. Demnach wurde der «Sternenmarkt» aus einer zentralen Anlage «nachweislich mit Rechtsrock beschallt», sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven auf Nachfrage des epd. Das ergebe sich aus mehreren, von der Veranstaltung angefertigten Videos.

Die niedersächsische Stadt, die einen externen Dienstleister mit der musikalischen Untermalung des Marktes beauftragt hatte, habe daraufhin sofort reagiert. Der verwendete USB-Stick sei abgezogen und die Musikbeschallung komplett untersagt worden. Wer die Musik abgespielt habe, sei noch nicht geklärt, sagte der Sprecher. Der beauftragte Dienstleister werde noch von der Polizei befragt.

Ob dennoch, wie von einigen Zeugen berichtet, auch an folgenden Tagen rechtsradikale Musik zu hören gewesen sei, müsse noch geklärt werden. Möglicherweise sei diese von einem Besucher des Weihnachtsmarktes über dessen eigene Lautsprecherbox abgespielt worden.

Bei der verbotenen Musik handelte es sich den Angaben zufolge unter anderem um Stücke der als kriminelle Vereinigung verurteilten Band «Landser». Zudem sei Musik einer Band zu hören gewesen, die bekannte Volkslieder unter anderem mit volksverhetzenden und antisemitischen Texten umdichte. Der Staatsschutz ermittle wegen Verstosses gegen das Jugendschutzgesetz und wegen Volksverhetzung. (epd/ dst)

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