«Persönlich hätte ich mir einen anderen Ausgang gewünscht, aber es gab gute Gründe für und gegen den Verfassungsartikel», so Gottfried Locher gegenüber ref.ch. Volk und Stände haben am 14. Juni den Verfassungsartikel mit über 60 Prozent überraschend deutlich angenommen.
Im Mittelpunkt stehe für den Kirchenbund der Schutz des Lebens, denn «auch ein ungeborener Mensch ist ein Mensch». Locher weilt derzeit an der Abgeordneten-Versammlung des Kirchenbunds in Murten.
Es werde auch in Zukunft schwierig bleiben, zwischen den positiven Auswirkungen des medizinischen Fortschritts und den negativen der Diagnostik abzuwägen, so Locher weiter. Jetzt gehe es darum, für die Gesetzesbestimmungen eine gute Lösung zu finden. Hier wolle sich der Kirchenbund einbringen.
Der Kirchenbund SEK gehört in dieser Abstimmung zur Verliererseite. Hat er am Volk vorbeiargumentiert? Locher verneint. «Wir haben die christliche Sicht eingebracht und können nicht darauf Rücksicht nehmen, ob wir damit gewinnen oder nicht.»
Das überparteiliche Komitee «Nein zur PID» hat bereits das Referendum gegen das revidierte Fortpflanzungsmedizingesetz angekündigt.