Eidgenössische Wahlen

Parlament wird inklusiver

Drei Menschen mit Behinderung haben am Sonntag die Wahl in den Nationalrat geschafft. Die Behindertenorganisation Pro Infirmis spricht von einem «historischen Meilenstein für die Inklusion».

Im Schweizer Parlament werden ab der kommenden Legislaturperiode drei Menschen mit Behinderungen vertreten sein – so viele wie noch nie. Die gewählten Vertreter sind die beiden bisherigen Christian Lohr (Die Mitte Thurgau) und Philipp Kutter (Die Mitte Zürich) sowie der neu gewählte Islam Alijaj (SP Zürich).

Für die Behindertenorganisation Pro Infirmis setzt die Wahl damit einen «historischen Standard für die Inklusion in der Schweizer Politik», wie es in einer Mitteilung heisst. Die Gewählten und die 32 weiteren Kandidierenden der «Behindertenliste» hätten den Menschen mit Behinderung eine Stimme gegeben.

Pro Infirmis setzt sich für Inklusion und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen ein. «Das Wahlresultat hat gezeigt, dass die Schweizer Bevölkerung dieses Anliegen gehört hat und ernst nimmt», schreibt die Organisation.

In der Schweiz leben laut Pro Infirmis rund 1,7 Millionen Menschen oder 22 Prozent der Bevölkerung mit einer Behinderung. (no)