Afrika

Papst Leo erneuert in Kamerun seine Friedensaufforderung 

Bei einem Friedenstreffen in der kamerunischen Stadt Bamenda hat Papst Leo XIV. kritisiert, dass die Religion für politische Zwecke missbraucht werde.

Papst Leo XIV. hat erneut eine eindringliche Aufforderung zum Frieden formuliert. «Die Welt wird von wenigen Tyrannen zerstört und von Myriaden solidarischer Brüder und
Schwestern aufrechterhalten», sagte der Papst bei einem Friedenstreffen in der Stadt Bamenda im Nordwesten Kameruns. Leo befindet sich seit Montag auf einer elftägigen Afrika-Reise.

Der Papst kritisierte abermals den Missbrauch der Religion für politische Zwecke. «Wehe denen, die die Religionen und selbst den Namen Gottes für ihre militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zwecke verbiegen und damit das Heilige in Schmutz und Finsternis ziehen.» Mit dem Friedenstreffen im anglofonen Bamenda wolle der Papst zum Dialog beitragen, hiess es vorab aus dem Vatikan. Am Ende des Treffens liess Leo XIV. sieben Friedenstauben frei.

 In seiner leidenschaftlichen Ansprache dankte Leo auch all jenen, «besonders den Frauen, Laien und Ordensschwestern», die sich um Menschen kümmern, die durch Gewalt traumatisiert sind. «Die Kriegsherren tun so, als ob sie nicht wüssten, dass ein Augenblick genügt, um zu zerstören, dass aber oft ein ganzes Leben nicht ausreicht, um wiederaufzubauen», sagte Leo. Milliarden von Dollar würden für das Töten und Zerstören ausgegeben. Man finde jedoch nicht die Mittel, «um zu heilen, zu erziehen und wiederaufzurichten.»

Papst Leo hatte in den vergangenen Tagen mehrfach US-Präsident Donald Trump für dessen Kriegskurs gegen den Iran kritisiert. Trumps Drohen mit dem Auslöschen einer ganzen Zivilisation, die dieser kurz vor einer Einigung auf eine Waffenruhe ausgesprochen hatte, nannte er «inakzeptabel». (epd/ jow)

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