Papst reist zum Start des Reformationsjubiläums nach Schweden

Zum Start der Feierlichkeiten zu 500 Jahren Reformation im kommenden Jahr reist Papst Franziskus am Montag (31. Oktober) nach Schweden. Der Kurzbesuch gilt als wichtige Geste für die Ökumene.

Papst Franziskus im Rampenlicht.
Papst Franziskus im Rampenlicht. (Bild: Wikipedia/Alfredo Borba)

Für den lutherischen Reformationstag, der jeweils am 31. Oktober begangen wird, ist eine gemeinsame Feier von Lutheranern und Katholiken unter Leitung von Franziskus und dem Präsidenten des Lutherischen Weltbundes, Bischof Munib Younan, im Dom zu Lund geplant. Dazu werden rund 600 Besucher erwartet. Bei der Liturgie ist auch eine gemeinsame Erklärung von Franziskus und Younan vorgesehen. In der Schweiz gilt der erste Sonntag im November als Reformationstag.

Im südschwedischen Lund feiern die Lutheraner 2017 nicht nur 500 Jahre Reformation. Hier wurde vor 70 Jahren auch der Lutherische Weltbund gegründet – ein Grund, weshalb der Vatikan den Ort für das gemeinsame Reformationsgedenken ausgewählt hat.

Von Lund nach Malmö

Nach der Feier bricht der Papst am Montagnachmittag ins nahegelegene Malmö auf, wo er in einer Veranstaltungshalle vor bis zu 10’000 Menschen spricht. Unter dem Motto «From Conflict to Communion – Together in Hope» (Vom Konflikt zur Gemeinschaft – Zusammen in Hoffnung) treten bei dem Event zuvor Künstler und Chöre auf. Auf einer Leinwand wird hier auch das Reformationsgedenken mit dem Papst im Dom zu Lund übertragen.

Zum Abschluss seiner Reise feiert Franziskus am Dienstag (1. November) im Fussballstadion in Malmö zum katholischen Festtag Allerheiligen eine Messe mit bis zu 18’000 Gläubigen.

Bei seinem Besuch in Schweden trifft Franziskus auch Regierungschef Stefan Löfven und die schwedische Königsfamilie. Es ist die erste Reise eines Papstes in das skandinavische Land seit 1989. Damals hatte Johannes Paul II. Stockholm besucht. In Schweden leben rund 113’000 Katholiken. (sda)