Johannes Roth ist Bezirkskirchenpfleger der reformierten Zuger Kirche und seit Juni 2015 Verwaltungsratsmitglied der Mossack Fonseca & Co Zürich AG. «Das Mandat anzunehmen, war ein Fehler, den ich von Herzen bedauere», sagte Roth gemäss der «Neuen Zuger Zeitung» vom 14. April. Ein Datenleck bei Mossack Fonseca steht seit Wochen im Zentrum der «Panama Papers»-Affäre.
Gemäss der Zeitung ist Roth nun aber zurückgetreten. Er schreibt, er habe die Konsequenzen nicht mit der notwendigen Sorgfalt durchdacht. Dadurch habe ein schiefes Bild von den Werten entstehen können, für die die Kirche stehe. Der Zuger Kirchenratspräsident Rolf Berweger wusste gemäss «Zentralschweiz am Sonntag» nichts von Roths Mandat bei Mossack Fonseca Zürich.
Ob Roth auch als Kirchenpfleger zurücktrete, sei offen, berichtet die Zeitung. Roth habe geschrieben, er stehe dem Vereinsvorstand der Kirchenpflege Zug-Menzingen-Walchwil Rede und Antwort. Ohne Vertrauen sei eine weitere ehrenamtliche Arbeit für die reformierte Kirche ausgeschlossen.