Palästina-Demo: SEK ruft zu Gewaltlosigkeit auf

Peter Schmid, Vizepräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK, ruft die Veranstalter der Kundgebung für Palästina am 18. Juli in Zürich auf, sich von Gewaltaufrufen und antisemitischer Hetze zu distanzieren. Dies teilt der SEK am 17. Juli mit.

Eine Karte zeigte den Gaza-Streifen und Jerusalem.
Bild Wikimedia/NordNordWest)

Der Rat des SEK sei besorgt über die bewilligte Kundgebung für Palästina am Freitag in Zürich. Er sei insbesondere bestürzt über antisemitischen Äusserungen, die über Facebook verbreitet werden.

Das Demonstrationsrecht dürfe nicht dazu verwendet werden, um Drohungen gegen die jüdische Bevölkerung in Zürich und in der Schweiz zu äussern, schreibt der SEK. «Wir fordern die Veranstalter der Kundgebung auf, sich eindeutig von jeglicher Gewalt und Hetze zu distanzieren», so Peter Schmid, Vizepräsident des Rates des Kirchenbundes. «Gleichzeitig appellieren wir an die Mitglieder der christlichen Kirchen, mit Besonnenheit und Augenmass auf die überaus schwierige Lage im Nahen Osten zu reagieren.»

Der SEK erwarte, dass politische Äusserungen mit angemessener Sorgfalt formuliert werden und niemanden, unabhängig vom kulturellen und religiösen Hintergrund, bedrohen.