Organisationen kritisieren Angriffe auf Sozialhilfe

Zum Tag der Armut verurteilen Organisationen Sparmassnahmen auf Kosten von Sozialhilfeempfängern – sie seien kontraproduktiv.


Rund 18 Organisationen haben am Internationalen Tag gegen Armut Angriffe auf die Sozialhilfe in der Schweiz verurteilt. Im Visier haben sie insbesondere den Kanton Bern, der die Solidarität unterlaufe.

Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger sollen im Kanton Bern in Zukunft zehn Prozent weniger Geld erhalten, als es die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) vorsehen.

Armutsbetroffene stärker belastet

Die SKOS-Richtlinien seien erst 2016 Jahr verschärft worden. Studien zeigten, dass die Beiträge der Richtlinien eigentlich schon zu tief seien, gaben die Organisationen an einer Medienkonferenz am 17. Oktober in Bern bekannt.

Sparmassnahmen, wie sie der Kanton Bern plane, seien kontraproduktiv. Anstatt Armutsbetroffene zu stärken, würden sie sie noch mehr belastet. Dies führe zu sozialer Isolation, verschlechtere die Gesundheit und beeinträchtige die Wohnsituation.

Der Aufruf wird getragen von Organisationen wie Caritas Schweiz, AvenirSocial sowie Behindertenorganisationen, Gewerkschaften, sozialen Institutionen, kirchlichen Kreisen und anderen. (sda)