Nordirische Politiker warnten, dass ein Austritt Grossbritanniens aus der EU auch das Karfreitagsabkommen von 1998 untergraben könnte, mit dem der jahrzehntelange Kampf zwischen proirischen Katholiken und probritischen Protestanten beendet wurde.
Sie verwiesen unter anderem darauf, dass mit einem Brexit die Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland einen neuen Status bekommt. Die nordirischen Wähler hatten anders als in England und Wales mehrheitlich für einen Verbleib in der EU gestimmt.
Zeitpunkt unklar
Wann die Regierung in London offiziell den Antrag auf Austritt stellt, ist noch unklar. Es gebe dafür keine Frist, sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Da diese Entscheidung allein bei Grossbritannien liege, könne keine Frist gesetzt werden, sagte er im französischen Fernsehsender France 2.
Die britische Premierministerin Theresa May hatte Juncker kürzlich gesagt, Grossbritannien benötige Zeit, um die Verhandlungen vorzubereiten. (sda)