Nigeria

Entführte Gläubige sind wieder frei

Mitte Januar wurden während Gottesdiensten drei Kirchen überfallen und 177 Gläubige entführt. Nun sind sie laut dem lokalen Gouverneur wieder frei.

Nach der Entführung von 177 Gläubigen aus drei Kirchen im nigerianischen Bundesstaat Kaduna sind die letzten Verschleppten freigekommen. Die zuletzt verbliebenen 89 Gefangenen konnten nach Hause zurückkehren, teilte der Gouverneur, Uba Sani, der Deutschen Presse-Agentur mit.

Bewaffnete Männer hatten am 18. Januar während eines Sonntagsgottesdienstes drei Kirchen im Dorf Kurmin Wali überfallen, Gläubige entführt und eine Lösegeldforderung an die verbliebenen Dorfbewohner gestellt (ref.ch berichtete). Zu den Umständen der Freilassung wurden keine Angaben gemacht. In der Region sind zahlreiche bewaffnete Gruppen aktiv, von denen sich jedoch keine zu der Entführung bekannt hat.

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen stehen Nigerias örtliche Behörden und die Polizei massiv in der Kritik. Diese hatten den Angriff zunächst als Lüge bezeichnet und mit Strafen wegen angeblicher Falschmeldungen gedroht. Erst nach öffentlichem Druck bestätigte die Polizei, der Vorfall habe sich nach «Überprüfung durch operative Einheiten und Geheimdienstquellen» tatsächlich ereignet. (dpa/ sda/ gab)

Beitrag teilen

Lesen Sie mehr zum Thema