«Der Sonntag ist der Stolperstein unseres Alltags. Er fordert unsere eingeschliffenen Lebensweisen heraus. Der Sonntag hält uns den sozialen Spiegel vor die Nase: Wo gehören wir hin? Mit wem wollen wir unsere Zeit teilen?» Diese Sätze stammen aus der Broschüre «Wer braucht eigentlich den Sonntag?», die der SEK am 5. September veröffentlicht hat.
Der SEK stelle einige provokante Aussagen zum Sonntag zur Diskussion, wie er am 5. September mitteilte: Der Sonntag sei «eine Art Therapie gegen den Alltag und eine Entzugseinrichtung gegen den Rausch narkotisierter Betriebsamkeit». Was gemeinsam geschehe, brauche regelmässige, gemeinsame freie Zeit. Überall dort fehle, wer am Sonntag arbeiten müsse, so der Kirchenbund weiter.
Der Gottesdienst gehöre zum Sonntag dazu. Am Sonntag versammle sich die Gemeinde zum Gottesdienst und feiere das Abendmahl. Darin zeige sich ein zentrales Motiv des Sonntags: Zusammensein, Gemeinschaft haben, Zeit teilen, gleichzeitig an einem Ort sein. Der gemeinsame freie Sonntag habe eine spirituelle Bedeutung für alle. Zum Wohl der ganzen Gesellschaft setzten sich die Kirchen dafür ein
Zur aktuellen Diskussion um Sonntagsruhe und Sonntagsarbeit schreibt der Kirchenbund: «Dass lebenswichtige Dienste am Sonntag verfügbar sind, versteht sich von selbst. Bei Allem, was das Leben am Sonntag angenehmer macht, wird man abwägen müssen. Denen, die dafür arbeiten, wird die Sonntagsruhe genommen.»
Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.