Die Aargauer Konferenz der Religionen äussert sich in einer Mitteilung vom 9. Januar «zutiefst schockiert über den menschenverachtenden Anschlag» auf die Redaktion der Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» vom vergangenen Mittwoch in Paris.
Explizite Solidarität mit «friedliebenden Muslimen»
Die Aargauer Konferenz der Religionen steht gemäss Mitteilung «voll und ganz hinter der Presse-, und Meinungsäusserungsfreiheit» und verurteilt den Anschlag «aufs Schärfste». Die Freiheit der Presse und die Freiheit der Meinungsäusserung gehören genauso zur offenen und demokratischen Gesellschaft wie das Recht zur freien Ausübung der Religion, so die Mitglieder der Konferenz. Die Schandtat von Paris sei deshalb ein Angriff auf die Grundrechte der freien Gesellschaft. Explizit zeigt sich die Konferenz solidarisch mit «allen friedliebenden Musliminnen und Muslimen der Welt». Diese hätten es nicht verdient, dass der Name ihres Gottes und des Propheten Mohammed durch schändliche Gewalt beschmutzt wird: «Diese Gewalt kommt aus einem Fanatismus, der jede Ideologie oder Religion für seine Zwecke benutzen kann.»
«Verband Aargauer Muslime» auch Konferenz-Mitglied
Die Aargauer Konferenz der Religionen ruft Angehörige aller Religionen sowie «alle Menschen guten Willens» dazu auf, sich der Solidarität mit friedliebenden Musliminnen und Muslimen anzuschliessen und sich für ein friedliches und respektvolles Miteinander der Religionen und Kulturen in unserem Land einzusetzen.
Die Aargauer Konferenz der Religionen wurde am 22. Januar 2014 gegründet. Mitglieder sind der Verband Aargauer Muslime, die Israelitische Kultusgemeinde Baden und die drei Aargauer Landeskirchen.