Die islamischen Vereinigungen der Schweiz und ihre Kantonalverbände verurteilen «den Terroranschlag gegen die Meinungsfreiheit vehement», heisst es am Donnerstag, 8. Januar, in einer Mitteilung. Sie wurde von Hisham Maizar, Präsident der Föderation Islamischer Dachverbände Schweiz (FIDS) und von Fargad Afshar, Präsident der Koordination Islamischer Organisationen Schweiz, unterzeichnet. Man sei zutiefst betroffen darüber, dass ein Massenmord im Namen des Islam begangen worden sei. «Wir bitten alle Imame der Schweiz, in den Moscheen für die Opfer und den Trost der Trauerfamilien zu beten.»
Muslime sollen an Demonstration teilnehmen
Am Donnerstagabend 18.30 Uhr findet auf dem Bürkliplatz in Zürich eine Kundgebung der Journalisten statt. Die islamischen Verbände laden die Muslime in der Schweiz ein, «als Ausdruck der hohen Wertschätzung der islamischen Glaubensgemeinschaft für die Freiheit der Medien und der Demokratie an der Veranstaltung teilzunehmen».
Auch die Waadtländer Muslime distanzieren sich deutlich vom Attentat auf die französische Satirezeitschrift. Man sei bestürzt und traurig, teilte die Union der Waadtländer Muslime (UVAM) am Donnerstag mit. Sie verurteilte das Attentat mit Nachdruck und sprach den Angehörigen der Opfer ihre Anteilnahme aus. (sda)