Animationsfilm ausgezeichnet
Der mit 2'500 Franken dotierte Prix Célestine von Interfilm Schweiz geht in diesem Jahr an den Animationsfilm «La Plus Précieuse des marchandises» (deutsch: «Das kostbarste aller Güter»). Das Werk besteche durch seine visuelle und erzähltechnische Ästhetik, begründet die kirchliche Filmorganisation ihren Entscheid. Verliehen wurde der Preis am Festival du film français d’Hélvetie in Biel.
«La Plus Précieuse des marchandises» des französischen Regisseurs Michel Hazanavicius erzählt die Geschichte eines jüdischen Findelkindes, das aus einem Transportzug nach Auschwitz geworfen wird. Ein armes und kinderloses Holzfällerpaar findet das Kind und nimmt es in seine Obhut. Das bringt viele Konflikte mit sich.
Die Film-Adaption beruht auf dem gleichnamigen Jugendbuch des französischen Schriftstellers Jean-Claude Grumberg. Auf geschickte Weise verbinde der Film geschichtliche Faktizität mit Fiktion und politischer Aktualität. Dabei entziehe er sich klischierter Banalisierung und lasse Humanität pulsieren, schreibt Interfilm Schweiz. (no)