DDR-Fluchtdrama gewinnt ökumenischen Filmpreis
Die Schwimmerin Hanna trainiert hart, um für die DDR die Goldmedaille an der Olympiade zu gewinnen. Als ihr bester Freund ins Visier der Staatsmacht gerät, sieht er für sich nur noch die Flucht über die Ostsee als Ausweg. Nach einigem Zögern beschliesst Hanna, ihn zu begleiten. Für seine «erzählerische Kraft» ist der Film, der kurz vor der Wende spielt, nun in Saarbrücken mit dem Preis der ökumenischen Jury ausgezeichnet worden.
Die Stärke des Films liege in der «tiefgründigen Darstellung der aufopferungsvollen und selbstlosen Natur der Freundschaft», heisst es in der Begründung der Jury. Hanna müsse zwischen sportlicher Karriere, Heimat und Familie auf der einen Seite sowie Freiheit und Freundschaft auf der anderen Seite entscheiden. Dieser Konflikt werde «hautnah erlebbar» gemacht. «Die Zuschauenden geraten auf eine emotionale Achterbahnfahrt und werden Zeugen der inneren Kämpfe der tragenden Figuren», schreibt die Jury.
Die Ökumenische Jury zeichnet Filmschaffende aus, die für spirituelle, mesnchliche oder soziale Werte sensibilisieren. Die Juroren werden von den kirchlichen Filmorganisationen «Interfilm» und «Signis» gestellt. Der Preis der Ökumenischen Jury ist mit 2500 Euro dotiert.
Das Filmfestival Max Ophüls-Preis in Saarbrücken gilt als eines der wichtigsten Filmfestivals für Nachwuchsfilmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Benannt ist es nach dem in Saarbrücken geborenen Regisseur Max Ophüls. (no)