EVP

Migros soll auf Alkoholverkauf verzichten

Der Par­tei­vor­stand der EVP Schweiz emp­fiehlt den Genos­sen­schaf­te­rn der Migros, sich gegen den Verkauf von Alkohol zu stellen. Gerade für Suchtkranke brauche es alkoholfreie Räume.

Bis zum 4. Juni stim­men die 2,3 Mil­lio­nen Genos­sen­schaf­te­rin­nen und Genos­sen­schaf­ter dar­über ab, ob in ihrer jewei­li­gen regio­na­len Migros-Genossenschaft Bier, Wein und Spi­ri­tuo­sen ver­kauft wer­den dürfen. Der Par­tei­vor­stand der EVP Schweiz emp­fiehlt den Abstim­mungs­be­rech­tig­ten ein Nein ein­zu­le­gen, wie es in einer Mitteilung vom 11. Mai heisst. 

«Die Migros war bis­her für gefähr­dete und alko­hol­kranke Men­schen eine wich­tige Ein­kaufs­mög­lich­keit. In ihrem all­täg­li­chen Kampf gegen die Sucht ist ein alko­hol­freies Sor­ti­ment hilf­reich, weil wenigs­tens beim Ein­kauf die Ver­su­chung im Laden weg­fällt», wird EVP-Parteipräsidentin und Natio­nal­rä­tin Lilian Stu­der in der Mitteilung zitiert.  Als ehe­ma­lige Geschäfts­füh­re­rin der Sucht­fach­stelle Blaues Kreuz Aargau/Luzern wisse sie, wovon sie spreche. 

Wichtig sei der EVP auch der Jugendschutz. Wenn nun auch die Migros als zen­trale All­tags­in­stanz ihren Grund­satz «Kein Alko­hol, kein Tabak, aber dafür Enga­ge­ment für Kul­tur und Sport» aufgebe, sen­de dies das fal­sche Signal aus, dass Alko­hol kein Pro­blem mehr sei.

EVP-Natio­nal­rat und Sozi­al­un­ter­neh­mer Nik Gug­ger findet zudem, dass die Migros mit ihrem Alkoholverkauf «ein wesent­li­ches Stück ihrer ethi­schen DNA und auch ein Allein­stel­lungs­merk­mal aufgibt.» Sie würde dadurch ihrer Repu­ta­tion als gesell­schaft­lich ver­ant­wort­lich han­deln­der Gross­ver­tei­ler scha­den. (bat)