Methodisten sagen Nein zur Präimplantations-Diagnostik

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) spricht sich gegen die Präimplantationsdiagnostik aus, weil diese ein «Instrument der Selektion» sei. Sie tritt deshalb für ein Nein zur Verfassungsänderung ein, die am 14. Juni vors Volk kommt.

Heftig umstritten: Soll es Embryonen nach Wunsch geben? (Bild: Ed Uthman/Wikimedia)

In ihrer Begründung teilte die EMK am Freitag mit, die Präimplantationsdiagnostik (PID) schaffe die Voraussetzung für eine Unterscheidung zwischen «lebenswerten» und «nicht lebenswerten» Menschen.

Dies würde für unsere Gesellschaft und deren Zukunft falsche Signale setzen, heisst es in der Mitteilung. Die Akzeptanz von Menschen mit Behinderungen würde weiter erheblich verringert. Besonders Eltern müssten sich vermehrt der Frage stellen, warum sie überhaupt behinderte Kinder gezeugt haben.

Am 14. Juni stimmt die Schweiz über eine Verfassungsänderung ab, die das Verbot der PID und des Tiefgefrierens von Embryonen aufheben soll. Als Präimplantationsdiagnostik werden Untersuchungen zur Erkennung von Erbkrankheiten und Fehlbildungen bezeichnet, die dem Entscheid darüber dienen, ob ein künstlich gezeugter Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt wird oder nicht.