Ökumenische Notfallseelsorge
Mehr Einsätze als in den Jahren davor
Im Kanton Luzern sind täglich zwei Notfallseelsorgende und sogenannte Care Givers auf Pikett. Im Jahr 2024 standen sie bei 98 Ereignissen und während insgesamt 980 Stunden im Einsatz, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
Die Notfallseelsorge war damit noch stärker gefragt als in den Jahren zuvor. «Im Vergleich der letzten elf Jahre ist dies eine der höchsten Zahlen«, wird Co-Leiter Christoph Beeler-Longobardi zitiert. Am häufigsten gerufen wurden die Mitarbeitenden demnach bei ausserordentlichen Todesfällen wie etwa Herzversagen. An zweiter Stelle standen Einsätze wegen eines Suizids.
Besonders gefordert war das Team beim Brand eines Wohnhauses in Wiggen im Januar des vergangenen Jahres. «Beim Brand in Wiggen waren unserseits fünf Teammitglieder beteiligt, um auf die Situation der unterschiedlichen Anspruchsgruppen einzugehen», wird Beeler-Langobardi weiter zitiert. Bei dem verheerenden Brand kamen drei Kinder ums Leben, das Gebäude wurde komplett zerstört.
Die ökumenische Notfallseelsorge wird von der katholischen, reformierten und christkatholischen Landeskirche sowie dem Kanton Luzern getragen. Das Team besteht aus rund 40 Care Givers und Notfallseelsorgenden. Die Betriebskosten betragen jährlich 118‘000 Franken. (no)