Studie zu Rekordsommer

Mehr als 50’000 Hitzetote in Europa

Eine neue wissenschaftliche Studie zeigt die Folgen der Hitzerekorde in Europa in diesem Sommer. Der Klimawandel dürfte für rund zwei Drittel der 50’000 Todesfälle verantwortlich sein.

«Wir können mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Sommer 2026 der schlimmste seit Beginn der Aufzeichnungen war, was die hitzebedingte Sterblichkeit in weiten Teilen Europas angeht.» Das erklärte die Klimaforscherin Clair Barnes bei der Präsentation einer Analyse, die in der Fachzeitschrift «Nature Health» veröffentlicht wurde. Wegen der extrem hohen Temperaturen in vielen europäischen Ländern seien mehr als 50'000 Menschen ums Leben gekommen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom britischen Imperial Grantham Institute und der London School of Hygiene and Tropical Medicine modellierten für die Studie die hitzebedingte Übersterblichkeit basierend auf Daten aus 854 urbanen Gebieten in 27 EU-Staaten sowie Grossbritannien, Norwegen und der Schweiz.

Den Berechnungen zufolge handelte es sich 2026 um den tödlichsten Hitzesommer Europas seit Beginn der Modellierung im Jahr 2000. Zum Vergleich: In den bisher heissesten Jahren 2022 starben demnach rund 29'000, 2003 rund 28'000 Menschen durch Hitze. Besonders betroffen waren Süd- und Westeuropa. Doch auch in traditionell kühleren Ländern wurden Tausende Todesfälle geschätzt.

In Westeuropa lagen die Sommertemperaturen im Schnitt 2,9 Grad Celsius über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Die Forschenden schätzen, dass etwa zwei Drittel der hitzebedingten Todesfälle auf die durch Treibhausgase verursachte Erwärmung zurückzuführen sind. (epd/ eba).

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