Pakistan

Mehr als 20 Tote bei Explosion in Moschee

Während des Mittaggebetes ist es in der pakistanischen Stadt Peschawar zu einem mutmasslichen Anschlag gekommen. Dahinter soll die pakistanischen Taliban stecken.

Bei einem mutmasslichen Anschlag auf eine Moschee sind am Montag in Pakistan mehr als 20 Menschen getötet worden. Ein Sprecher der Polizei berichtete der Deutschen Presse-Agentur von mindestens 22 Toten und mehr als 90 Verletzten.

Die Explosion ereignete sich während des Mittagsgebets in der Grossstadt Peschawar im Nordwesten des Landes in einer Hochsicherheitszone. In dem Gebiet befinden sich viele Gebäude der Polizei.

Behörden gehen von einem Selbstmordanschlag aus. Zunächst bekannte sich niemand dazu. Ende vergangenen Jahres hatten jedoch die pakistanischen Taliban – die unabhängig von der islamistischen Taliban-Regierung im benachbarten Afghanistan agieren – eine Waffenruhe mit der Regierung in Islamabad aufgekündigt. Seither haben sie mehrere Anschläge für sich reklamiert.

In Pakistan ist die grosse Mehrheit der Bevölkerung von mehr als 230 Millionen Einwohnern muslimischen Glaubens. In der Grossstadt Peschawar leben etwa zwei Millionen Menschen. (sda/bat)