Matthäus-Kirche: Acht Personen festgenommen

In der besetzten Basler Matthäus-Kirche hat das Migrationsamt Baselstadt am Donnerstagmorgen Personenkontrollen durchgeführt. Acht Personen seien festgenommen worden.

Die Gruppe «Wir bleiben» beim Einzug in die Kirche St. Matthäus in Kleinbasel am 7. Februar 2016.

Die Kontrolle habe ruhig und ohne Zwischenfälle stattgefunden, wie es in einer Mitteilung des Justiz- und Sicherheitsdepartements Baselstadt heisst. Bei sechs der acht festgenommenen Personen handle es sich um Asylsuchende mit rechtskräftigen Asylentscheiden im Rahmen des Dublin-Out-Verfahrens.

Zwei weitere ausländische Personen hätten sich ebenfalls nicht mit einem gültigen Identitätspapier ausweisen können. Das Migrationsamt nehme in diesen Fällen weitere Abklärungen vor. In den Räumen unterhalb der Matthäuskirche seien zudem drei Schweizerinnen und Schweizer kontrolliert worden. Ihnen drohe eine Verzeigung wegen Diensterschwerung.

Das Migrationsamt Baselstadt habe die Kontrolle mit Unterstützung der Kantonspolizei Baselstadt durchgeführt. Solche unangekündigten Kontrollen fänden regelmässig statt, wenn konkrete Hinweise bestünden, dass sich an einem Ort Personen ohne geregelten Aufenthaltsstatus befänden.

Die Kontrolle sei keine Räumung gewesen, wie Andreas Knuchel, Mediensprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements Baselstadt, gegenüber ref.ch sagte. Sie wurde auch nicht auf Betreiben der Besitzerin der Matthäus-Kirche, der reformierten Kirche Baselstadt, durchgeführt, wie es auf Anfrage bei der Kirche hiess.

Die Gruppe «Wir bleiben» und vier abgewiesene Asylbewerber hatten am 7. Februar die reformierte Basler Matthäuskirche besetzt.