Zürich
«Marsch fürs Läbe» darf nicht in die Innenstadt
Die Organisatoren des «Marsch fürs Läbe» würden ihre Kundgebung gerne in der Zürcher Innenstadt abhalten. In einem Gesuch an die Stadt argumentierten sie mit einer «hochrangigen Rednerin». Die Stadtpolizei hat dieses nun aber abgelehnt, wie das OK in einer Medienmitteilung mitteilte. Die Abtreibungsgegner müssen ihre Demo vom 20. September darum erneut in Oerlikon abhalten.
Die Organisatoren akzeptieren den Entscheid, wie sie schreiben. Sie fordern die Stadt aber auf, dem «Marsch fürs Läbe» künftig einen zentralen Platz zur Verfügung zu stellen. Dass die Bewilligung unter anderem aus Sicherheitsgründen nicht erteilt wurde, sei unverständlich. Schliesslich seien sie friedlich. Ausserdem würden andere Demonstrationen, bei denen es etwa zu Sachbeschädigungen oder Gewaltvorfällen komme, in der Innenstadt geduldet.
Gemäss dem «Tages-Anzeiger» wollten die Organisationen die Kundgebung auf dem Münsterhof abhalten. Dieser sei am gewünschten Datum aber wegen eines Flohmarkts besetzt, teilte die Stadt mit. Ausserdem eigne sich der Münsterhof wegen der Zugänge von allen Seiten und der engen Gassen der Altstadt aus sicherheitspolizeilichen Gründen nicht.
Die Kundgebung der religiös geprägten Abtreibungsgegner findet seit 2010 in der Schweiz statt, mehrheitlich in Zürich. 2019 startete sie in Zürich das letzte Mal im Stadtzentrum. Dabei kam es zu schweren Krawallen durch Gegendemonstranten. Seit 2021 findet der «Marsch fürs Läbe» in Oerlikon statt. (eba)