Luzerner Reformierte und Katholiken begehen Jubiläum gemeinsam

Die reformierte und die katholische Kirche im Kanton Luzern feiern 2020 ihr 50-jähriges Bestehen als Landeskirchen. Ihr Motto: «Kirche kommt an».


Die Landeskirchen wollen im Jubiläumsjahr sichtbar machen, was Kirche will, vor Ort leistet und für die Gesellschaft bedeutet. Die Kirche «komme an», wenn sie bei den Leuten sei und von den Menschen als Bereicherung erlebt werde, heisst es in der Medienmitteilung vom 9. Januar.

«Wir möchten zum einen Menschen über unsere Mitglieder hinaus erreichen. Zum anderen ist es ein Prozess der Annäherung und eine Auseinandersetzung unserer zwei Kirchen», erklärt Ursula Stämmer-Horst, Synodalratspräsidentin der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Luzern.

Kirchen sitzen im gleichen Boot

Die Landeskirchen sind im Jubiläumsjahr unter anderem mit einem Boot unterwegs. Mit dessen Hilfe erzählen Menschen als «Boot-Schafterinnen» und «Boot-Schafter» der Kirche, wie diese bei ihnen ankommt – in einem Gottesdienst, in der Gassenküche, im Sommerlager oder bei einer Beratungsstelle.

«Wir haben uns für ein Ruderboot entschieden, weil es nicht nur Schutz bietet und ein Verkehrsmittel ist, sondern auch die eigenen Kräfte eingesetzt werden müssen, um vorwärtszukommen», so Renata Asal-Steger, Synodalratspräsidentin der katholischen Landeskirche des Kantons Luzern. Man könne sich zudem die Frage stellen, wohin die Reise gehe und ob unterwegs Stürme auftreten könnten.

Christkatholiken auch dabei

Die beiden grossen Landeskirchen feiern ihr Jubiläum gemeinsam mit der Christkatholischen Kirchgemeinde Luzern, die schon viel länger vom Staat anerkannt ist. Hauptanlass für die Bevölkerung im Jubiläumsjahr ist die «Lange Nacht der Kirchen» am 5. Juni, an welcher die Kirchen in Luzern erstmals teilnimmt. (mos)