Luzerner Kirche lädt zur Zukunftsdebatte
In der ganzen Schweiz verlieren Reformierte Kirchgemeinden laufend Mitglieder. Davon nicht ausgenommen ist auch die Reformierte Kirche Kanton Luzern. Sie will dieser Entwicklung entgegenwirken. Einen Anfang gemacht hat ein Referat von Lukas Golder, Co-Leiter des Meinungsforschungsinstitutes gfs.bern. Golder habe an der Synode Mitte November Möglichkeiten aufgezeigt, wie es gelingen könne, Religion von einer Flop-10-Liste in die Top-10-Liste zu bringen, heisst es in einer Mitteilung.
Darauf aufbauend lädt die Luzerner Landeskirche zu einem offenen Dialog. In einer digitalen Gruppenkonferenz Ende Februar 2023 soll das Thema «Mitglied sein oder nicht?» breit debattiert werden. Schon jetzt haben sich fast hundert Personen angemeldet, unter ihnen Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS), Lilian Bachmann, Synodalratspräsidentin der Reformierten Kirche Kanton Luzern, aber auch Politikerinnen wie SP-Regierungsratskandidatin Ylfete Fanaj.
Die Reformierte Luzerner Landeskirche wolle ihre Zukunft «selbstbewusst und kompetent» anpacken, lässt sich Lilian Bachmann in der Medienmitteilung zitieren. Die Synode hat die Strategie mit den Legislaturzielen 2025 zur Kenntnis genommen.
Weiter haben die Synodalen das Budget beraten und verabschiedet. Gerechnet wird mit einem Minus von rund 130'000 Franken. Dies sei dank des «gesunden Eigenkapitals» vertretbar, sagte Norbert Schmassmann, Synodalrat Departement Finanzen und Infrastruktur, gemäss Mitteilung. Ein Grund für den Aufwandsüberschuss ist ein Teuerungsausgleich von drei Prozent, den die Landeskirche ihren Mitarbeitenden gewährt. Zudem haben die Synodalen Revisionen mehrerer Kirchgemeindeordnungen genehmigt. (jow)