Seit dem 8. März halten sich in Saint-Laurent sechs von der Ausschaffung bedrohte Asylbewerber aus Eritrea und Äthiopien auf. «Was da vor sich geht in Saint-Laurent, ist eine politische Aktion, die eine kleine Gruppe Migranten instrumentalisiert», sagte Xavier Paillard, Präsident des Synodalrats, gegenüber der Presseagentur Protestinfo. «Wir hatten eine Lösung, die sich ausserhalb der Agglomeration Lausanne abzeichnete. Aber das Kollektiv hat sich geweigert, denn es war zu kompliziert, und der mediale Effekt hätte gefehlt.»
Um die 200 Personen protestierten am 11. März vor der Kirche zur Unterstützung der Aktion des Collectif R. Für das Kollektiv sind die Umstände der Personen, die Saint-Laurent besetzen, typisch für die Migranten in der Schweiz. Sie verlangen ein Moratorium für die Ausschaffung nach Italien und eines für Menschen mit Gesundheitsproblemen.
Sie hätten bei den Exponenten der reformierten und katholischen Kirche offiziell nach einem Refugium angefragt, erklärte Graziella de Colon, die für die Rechte der Migranten kämpft, gegenüber Protestinfo. Doch die Kirchen erklärten sich ausserstande, eine Kirchgemeinde oder Pfarrei zu finden, die sie aufnähme. Deshalb habe man sich für eine spontane Besetzung entschieden. (kath.ch)