Aargau

Kuratorium vorerst verhindert

Bei den Gesamterneuerungswahlen für die Kirchenpflege im aargauischen Umiken wurden alle fünf Kandidatinnen und Kandidaten gewählt. Nur zwei davon treten ihr Amt aber an.

Die reformierte Kirchgemeinde Umiken steht vor herausfordernden Monaten: Wie Karl Vischer, der abtretende Präsident der Kirchenpflege, auf der Website der Kirchgemeinde schreibt, ist das Verhältnis zwischen Pfarrer Wolfgang von Ungern-Sternberg und der Kirchenpflege belastet. Aus diesem Grund haben sich nicht mehr alle Mitglieder der Kirchenpflege für eine Wiederwahl zur Verfügung gestellt.

Von den fünf Personen, die für die Amtsperiode 2023-2026 gewählt wurden, hat eine Person die Wahl abgelehnt, vier Personen haben sie angenommen. Von diesen haben zwei direkt im Anschluss ihren Rücktritt bekannt gegeben. Dadurch werden 2023 nur zwei der gewählten Personen ihr Amt in der Kirchenpflege antreten. Um handlungsfähig zu sein, muss die Kirchenpflege aus vier Personen bestehen. Ansonsten übernimmt die Aargauer Landeskirche die Verwaltung der Kirchgemeinde Umiken.

Mit der Annahme der Wahl und ihrem unmittelbaren Rücktritt haben Daniel Engler und Yves Sandmeier der Kirchgemeinde etwas mehr Zeit verschafft, um der Zwangsverwaltung zu entgehen. Hätten sie die Wahl abgelehnt, wäre in kurzer Zeit ein zweiter Wahlgang mit neuen Kandidaturen nötig gewesen. So hat die Kirchgemeinde bis zur ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung im Januar 2023 Zeit, Nachfolgerinnen und Nachfolger für die Kirchenpflege zu finden – darunter für das Präsidium, das ab 2023 ebenfalls vakant ist.

Pfarrer Wolfgang von Ungern-Sternberg gelang die Wiederwahl auch ohne Nomination durch die Kirchenpflege mit 262 zu 92 Stimmen. (pef)