Washington
Kongo und Ruanda schliessen neues Friedensabkommen
Das Ziel des neuen Friedensabkommens zwischen Kongo und Ruanda sei ein «dauerhafter Frieden», teilte das US-Aussenministerium mit. US-Präsident Donald Trump war bei der Unterzeichnung anwesend.
Das «Washingtoner Abkommen für Frieden und Wohlstand» baut auf früheren Vereinbarungen beider Länder auf. Der Hintergrund ist der anhaltende Konflikt im Ostkongo, in dem Ruanda die Rebellengruppe M23 unterstützt.
Bereits Ende Juni hatten die Aussenminister Kongos und Ruandas ein erstes Abkommen geschlossen. Beide Länder verpflichten sich zur gegenseitigen Achtung von Souveränität und territorialer Integrität. Zudem wollen sie keine bewaffneten Gruppen mehr unterstützen. Die Kämpfe im Ostkongo halten jedoch weiter an.
Zusätzlich zur Friedensvereinbarung unterzeichneten die Präsidenten der beiden Länder eine Rahmenvereinbarung zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Laut US-Angaben soll sie das wirtschaftliche Potenzial der Region der Grossen Seen um Ruanda, Kongo und weiteren Anrainerstaaten wie Ruanda, Burundi und Uganda erschliessen. Geplant ist eine Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Lieferketten für Rohstoffe wie Gold und Coltan.
Auch die USA schlossen mit beiden Ländern bilaterale Abkommen. Der Ostkongo verfügt über grosse Vorkommen seltener Erden und Metalle, die für die Herstellung von Smartphones und Elektroautos wichtig sind. Trump betonte, die USA erhielten dadurch besseren Zugang zu kritischen Mineralien. (epd/ hz)