Evangelische Kirche in Deutschland

Kirsten Fehrs zur Ratsvorsitzenden gewählt

Die Interims-Präsidentin bleibt: Kirsten Fehrs ist zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Die weiteren freien Sitze im Rat nehmen ein Bischof, eine Reformierte und eine Ordensschwester ein.

Vor einem Jahr ist Annette Kurschus nach einem Skandal als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zurückgetreten. Die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs hat daraufhin  das Amt kommissarisch übernommen. An der Jahrestagung der EKD in Würzburg ist Fehrs nun bis 2027 offiziell in das Amt gewählt worden.

Drei weitere Sitze waren vakant. Für die frei gewordenen Sitze gab es vier Bewerbungen. Der Berliner Bischof Christian Stäblein kandidierte ebenso wie die Kirchenpräsidentin der Evangelisch-Reformierten Kirche Susanne Bei der Wieden, die Ordensschwester Nicole Grochowina und Pastorin Andrea Wagner-Pinggéra.

Mit grossem Mehr wurde Stäblein in den Rat gewählt. Der 57-jährige Theologe ist seit 2019 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und wurde 2022 von der EKD auch zum Flüchtlingsbeauftragten ernannt. Im gleichen Alter ist Bei der Wieden, die ebenfalls in den Rat gewählt wurde. Mit der Wahl Grochowinas ist der 15-köpfige EKD-Rat wieder komplett. Die habilitierte Historikerin gehört seit 2008 der evangelischen Christusbruderschaft Selbitz an. (epd/ dst)