Kirchliches Nein zu Hass und Hetze

In einer gemeinsamen Stellungnahme verurteilten der Zürcher Kirchenratspräsident Michel Müller und Generalvikar Josef Annen die antisemitischen Plakate, die am Freitag an mehreren Brücken der Autobahn A3 angebracht wurden.

«Menschenverachtende Aktionen nicht dulden»: Kirchenratspräsident Michel Müller.
«Menschenverachtende Aktionen nicht dulden»: Kirchenratspräsident Michel Müller. (Bild: zVg)

Am Freitagmorgen haben Unbekannte mehrere Plakate und Banner mit dem Hakenkreuz und einem Aufruf zum Mord an Juden auf der A3 bei Reichenburg SZ und Richterswil ZH aufgehängt, wie 20 Minuten berichtete. Wer hinter der Aktion steckt, ist zurzeit noch unklar.

In einer am 10. Juli unterzeichneten Stellungnahme reagierten der Zürcher Kirchenratspräsident Michel Müller und Generalvikar Josef Annen «mit grosser Betroffenheit» auf die Plakate.

«In aller Deutlichkeit verurteilen wir derartige menschenverachtende Aktionen sowie jeglichen Hass gegen Menschen anderer Religionen, Rassen oder Nationalitäten», heisst es im Schreiben der beiden Kirchenvertreter. Müller und Annen sprechen darin den jüdischen Gläubigen ihre Solidarität aus.