Kirchliches Komitee setzt sich für Prämien-Initiative ein

In einem offenen Brief wendet sich eine Gruppe an die Baselbieter Stimmbürgerinnen. Sie bezieht Stellung für tiefere Krankenkassen-Prämien.


21 kirchlich engagierte Personen, darunter mehrheitlich Pfarrerinnen, aber auch Diakone und weitere Vertreterinnen kirchlicher Organisationen, haben sich in einem öffentlichen Schreiben für die SP-Initiative «Ja zur Prämienverbilligung» ausgesprochen. Die Initiative will, dass kein Haushalt mehr als zehn Prozent des Einkommens für Krankenkassen-Prämien ausgeben muss. Das Baselbieter Stimmvolk entscheidet darüber am 25. November.

Bevor Sozialhilfe nötig wird

Im Baselbiet sei die Belastung durch Krankenkassen-Prämien besonders hoch. Sie seien für viele Familien untragbar geworden, argumentiert das kirchliche Komitee. Armut fange nicht erst bei der Sozialhilfe an. Es brauche frühzeitige Armutsbekämpfung bei Familien mit tiefem Einkommen.

Unterschrieben hat auch die reformierte Pfarrerin Denise Perret. «Die körperliche und seelische Gesundheit der Menschen ist eines der Kerngeschäfte der Kirche, der Kampf gegen die Armut ebenso», erklärt sie ihr Engagement gegenüber basellandschaftlichezeitung.ch am 30. Oktober. Es könne nicht sein, dass unser Gesundheitswesen Menschen an den Rand der Armut bringe. (pd)