Freiwilliges Engagement

Kirchliche Gassenarbeit erhält Berner Sozialpreis

Der Verein Kirchliche Gassenarbeit, das Projekt «Local Hero» und der Verein Medina werden für ihr Engagement in der Corona-Krise ausgezeichnet. Das Jahr habe gezeigt, wie wichtig freiwilliges Engagement sei, sagte auch die Berner Sozialdirektorin.

Der «Berner Sozialpreis 2020 freiwillig.engagiert» geht an drei Projekte, die während der Corona-Pandemie «rasch auf die nie dagewesene Situation» reagiert hätten. Der Verein Kirchliche Gassenarbeit, das Projekt «Local Hero» und der Verein Medina hätten nach Möglichkeiten gesucht, das lokale Gewerbe sowie obdachlose und randständige Menschen zu unterstützen, heisst es in einer Medienmitteilung vom 4. Dezember.

Die Berner Sozialdirektorin sagte in einer Videobotschaft: «Noch nie wurde so deutlich, wie wichtig freiwilliges Engagement, gegenseitige Unterstützung und Solidarität sind, wie in diesem Coronajahr.»

50 Freiwillige mehr

Der Verein Kirchliche Gassenarbeit Bern hat sein Angebot seit dem Beginn der Corona-Krise umgestellt. Weil sich durch die Massnahmen die Situation vieler Menschen verschlechterte, erweiterte der Verein sein Freiwilligenpool innert kurzer Zeit um rund 50 Personen. Er führte Sammelaktionen für Grundnahrungsmittel durch und holte Lebensmittelspenden von Restaurants und Geschäften ab. Diese wurden dann verteilt. Auch seien die Beratungen stark in Anspruch genommen worden. Die Kirchliche Gassenarbeit wird durch verschiedene Kirchgemeinden finanziert.

Der zweite Preisträger, das Projekt «Local Hero», unterstützt das lokale Gewerbe. Auf einer Webseite und in einem Newsletter präsentieren die Macher beispielsweise lokale Produzenten. Auch ausgezeichnet wurde der Verein Medina. Er betreibt ein mobiles Gemeinschaftszentrum mit Gratis-Essensausgaben und einem Bring- und Nimm-Kühlschrank. Das Angebot soll den Austausch fördern, auch mit niederschwelligen Freizeitangeboten.

Mit 18'000 Franken dotiert

Der Berner Sozialpreis wird von der Warlomont-Anger-Stiftung und der Stadt Bern vergeben. Voraussetzung ist Freiwilligenarbeit sowie langfristiges Engagement. Die drei Ausgezeichneten erhalten je 6000 Franken. (mos)