Kirchgemeinde Zürich plant Mieterlass für Betroffene von Corona-Massnahmen

Gewerbemieter der Kirchgemeinde Zürich, die wegen der Corona-Krise schliessen oder betriebliche Einschränkungen hinnehmen mussten, sollen für die Monate März oder April keine oder weniger Miete bezahlen müssen. Das hat die Kirchenpflege der Kirchgemeinde Zürich entschieden. Sie rechnet deshalb mit 100'000 Franken weniger Einnahmen.


Mit dem Mieterlass für Gewerbetreibende wolle die Reformierte Kirche ein  Zeichen der Solidarität setzen und ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen, heisst es in einer Medienmitteilung vom 28. Mai. Auch Organisatoren von Veranstaltungen, die aufgrund der Corona-Massnahmen nicht stattfinden konnten, sollen davon profitieren.

Anfang April hatte der Corona-Krisenstab der Kirchgemeinde beschlossen, allen Gewerbemietern auf Anfrage einen Aufschub der Mietzahlungen bis Ende Juni zu gewähren. Bis Ende April hätten rund ein Dutzend Mieter mit einem monatlichen Mietertrag von etwa 23’000 Franken eine solche Stundung beantragt.

Kirchenpflege muss Kredit beantragen

Voraussichtlich werde die Kirchgemeinde durch die ausfallenden Mieten 100’000 Franken weniger einnehmen, heisst es in der Mitteilung weiter. Deshalb beantrage die Kirchenpflege dem Kirchgemeindeparlament einen entsprechenden Rahmenkredit. Bis zum Entscheid des Kirchgemeindeparlaments blieben die ausstehenden Mietzahlungen gestundet. (mos)