Kirchgemeinde fordert zur kreativen Kirchenumnutzung auf

Die reformierte Kirchgemeinde Bülach im Zürcher Unterland ruft zu einem ungewöhnlichen Wettbewerb auf: Anfang September 2018 lässt sie die Kirche ausräumen, um Platz zu schaffen für alternative Nutzungen.


Mit dem Projekt «leere Kirche» wolle man die Kirche eine Woche lang für soziale und kulturelle Aktivitäten öffnen, heisst es auf der Webseite der reformierte Kirchgemeinde Bülach. Der Kirchenraum sei für einmal nicht kirchlichen Mitarbeitenden vorbehalten, sondern biete Platz für «Ideen und Nutzungen aus ganz anderen Ecken und Bereichen der Bevölkerung.»

Offenheit für verschiedenste Projekte

Wer den Kirchenraum vom 3. bis 8. September 2018 tatsächlich nutzen darf, will die Kirchgemeinde nun in einem Wettbewerb ermitteln. Bis zum 15. Januar können Kandidatinnen ihre Projektideen bei der Kirchgemeinde einreichen. Grundsätzlich sei man offen für alle Projekte, die «den Kirchenraum nutzen und würdigen», heisst es weiter. Dies könne in einem sozialen, gestaltenden oder kulturellen Kontext geschehen.

Die Gewinner werden am 10. Februar von einer achtköpfigen Jury ermittelt. In der gemischten Jury sitzen unter anderen die Dübendorfer Reformationsbotschafterin Catherine McMillan, aber auch eine Multimedia-Studentin und Personen aus der Bülacher Bevölkerung. Beurteilt werden Kriterien wie Bezug zur Reformation, Originalität und integrative Nutzung des Kirchenraums.

Der Wettbewerb «leere Kirche» versteht sich als Beitrag zum Reformationsjubiläum. Die Gewinner erhalten von der Kirchgemeinde pauschal 1‘000 Franken pro Tag an die anfallenden Spesen. (no)

 

Zum Projekt «leere Kirche»