SVP-Motion

Kirchensteuern für Unternehmen sollen im Kanton Zug freiwillig werden

Die SVP des Kantons Zug fordert in einer Motion, dass Firmen künftig nicht mehr zur Zahlung von Kirchensteuern verpflichtet werden. Denn anders als natürliche Personen könnten sie nicht Mitglied einer Konfession sein.

Geht es nach der SVP des Kantons Zug, sollen Unternehmen künftig selber entscheiden, ob sie Kirchensteuern zahlen wollen. Eine entsprechende Motion hat die Partei beim Zuger Regierungsrat eingereicht, wie das Zentralschweizer Onlinemagazin «zentralplus» am 31. Dezember berichtete.

In der Schweiz habe jede natürliche Person die Wahlfreiheit, ob sie einer Konfession angehören wolle. Diese Freiheit bestehe bei juristischen Personen nicht, schreibt die Partei in einer Mitteilung. Aus diesem Grund sei es unverständlich, dass Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet seien, Kirchensteuern zu zahlen.

Kritik an politischem Engagement

Die SVP begründet den Vorstoss zudem mit dem politischen Engagement der Landeskirchen. Deren politische Aktivitäten würden sich in jüngster Zeit vermehrt gegen die Interessen der Wirtschaft und Unternehmen richten. «Man tritt also offiziell gegen jene Unternehmen auf, von welchen jährlich Steuern eingefordert werden», heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Kirchensteuer für Unternehmen gibt immer wieder Anlass zu Debatten. So ist im Kanton Glarus derzeit ein Vorstoss der Jungfreisinnigen hängig, der die Abschaffung der Kirchensteuer für juristische Personen fordert. (no)