Kirchenpflege formiert sich nach Eklat neu

Weil sie mit der Abwahl des Pfarrers nicht einverstanden war, nahm die Kirchenpflege der reformierten Kirchgemeinde Leerau im Kanton Aargau die Wahl für die kommende Amtsperiode nicht an. Nun meldeten sich erste Interessenten für die neue Kirchenpflege.


Die reformierte Kirchgemeinde Leerau im Kanton Aargau muss seit Januar ohne Pfarrer und Kirchenpflege auskommen. Nach der Abwahl des umstrittenen Pfarrers David Mägli im September 2018 beschloss die fünfköpfige Behörde, die Wahl für die kommende Amtsperiode nicht anzunehmen. Seither verwaltet ein von der Landeskirche eingesetzter Kurator die Gemeinde.

Wie die Aargauer Zeitung am 29. April berichtete, kommt nun Bewegung in die Sache. Demnach sollen drei bis vier Personen Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Kirchenpflege bekundet haben. Eine dieser Personen habe ihre Bereitschaft für ein Mandat bereits zugesagt.

Noch nicht beschlussfähig

Gemäss Aargauer Kirchenordnung müssen der Kirchenpflege mindestens vier gewählte Mitglieder angehören, damit sie beschlussfähig ist. Erst dann kann die Suche nach einem neuen Pfarrer aufgenommen werden. Derzeit amtet in Leerau ein Pfarrer interimsmässig.

Zur Abwahl von David Mägli war es gekommen, weil viele Kirchenmitglieder mit seinem konservativen Kurs nicht einverstanden waren. Die Kirchenpflege fasste die Abwahl als Vertrauensbruch gegenüber der Behörde auf. (no)