Kirchenbund spricht Empfehlungen für gendergerechte Sprache aus

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund hat einen Leitfaden für eine geschlechtergerechte Sprache verfasst. Mitarbeitenden der Kirche soll er eine Hilfestellung bei der täglichen Arbeit sein.


In seinem Geleitwort fordert Ratspräsident Gottfried Locher alle kirchlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dazu auf, den Leitfaden für eine gendergerechte Sprache in ihrer täglichen Arbeit zu «beherzigen» und damit für die Gleichstellung von Frau und Mann auch in der Sprache einzustehen.

Die Broschüre, die auf der Webseite des Kirchenbundes heruntergeladen werden kann, gibt anhand von Beispielen aus dem kirchlichen Umfeld Empfehlungen für einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch. Angesprochen werden unter anderem Regeln wie die ausdrückliche Erwähnung von Männern und Frauen, das Vermeiden von geschlechtsspezifischen Pronomen oder die korrekte Verwendung des Plurals. Ziel sei es gewesen, Sprachvarianten zu finden, die Frau und Mann gleichstellten und dennoch nicht schwerfällig wirkten.

Stereotype Rollenbilder vermeiden

Weiter weist die Broschüre auch auf den geschlechtergerechten Gebrauch von Bildern hin. Denn auch Bilder wie zum Beispiel auf Flyern, Plakaten oder bei Präsentationen könnten stereotype Rollenvorstellungen zementieren. So würden Frauen häufig beim Kirchenkaffee gezeigt, während Männer in einer Sitzung abgebildet würden. Alternativ könne man einmal einen Vater mit Kindern oder einen Mann an einem Krankenbett abbilden, argumentiert der Kirchenbund.

Der Leitfaden des Kirchenbunds entstand auf Grundlage des bereits bestehenden Sprach-Leitfadens der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und wurde in Zusammenarbeit mit Fachspezialistinnen ausgearbeitet. (no)