Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) nimmt die Ablehnung der No-Billag-Initiative «zustimmend zur Kenntnis». Die Schweizerinnen und Schweizer stünden demnach zur ihren öffentlich-rechtlichen Medien und zu einer «ausgewogenen Berichterstattung mit der Stimme der Minderheiten und Schwachen», sagte SEK-Sprecher Thomas Flügge gegenüber kath.ch. Wie das Stimmvolk sei der Kirchenbund davon überzeugt, dass Radio und Fernsehen «nicht allein dem Spiel der Marktkräfte überlassen werden dürfen», sagt Flügge.
Initiative deutlich abgelehnt
Die No-Billag-Initiative wurde am 4. März mit 71,6 Prozent der Stimmen deutlich abgelehnt. Die Vorlage wurde zudem in sämtlichen Kantonen verworfen. Die Nein-Anteile in den Kantonen betrugen laut den von SRF online gemeldeten Zahlen durchwegs über 60 Prozent.
Die Initiative wollte die Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen abschaffen. Sie verlangte zudem, dass der Bund keine Radio- und Fernsehstationen subventioniert und Konzessionen regelmässig versteigert. Von der Abschaffung der Gebühren erhofften sich die Initianten einen faireren Wettbewerb. Sämtliche grossen Parteien lehnten das Begehren ab, mit Ausnahme der SVP. (kath.ch/bal)