Kirchen lancieren Seelsorge-Hotline

Die katholische und reformierte Kirche des Kantons Zürich haben gemeinsam eine zentrale Telefonnummer eingerichtet, die Seelsorge für Menschen in der letzten Lebensphase vermittelt.


Ab dem 1. Dezember bieten die katholische und die reformierte Kirche des Kantons Zürich Seelsorge per Telefon an. Schwerkranke und Sterbende, ihre Angehörigen sowie Ärzte und Pflegende sollen unentgeltlich Hilfe und Unterstützung bei einer palliativen Begleitung erhalten können, wie es in einer Medienmitteilung vom 30. November heisst. Ziel der Kirchen sei es, mit dem Angebot auch die spirituell-religiösen Bedürfnisse der Menschen in dieser schwierigen Lebenssituation wahrzunehmen.

Keine bürokratischen Hürden

Rita Famos, verantwortlich für das Angebot bei der reformierten Kirche, hält in der Mitteilung fest, dass die meisten Menschen zu Hause sterben möchten. Mobile Palliative-Care-Teams würden die medizinischen und pflegerischen Voraussetzungen dazu schaffen. Eine umfassende palliative Begleitung nehme sich spirituellen, religiösen und sozialen Fragen an. «Oft können dies die Angehörigen selber leisten, aber manchmal möchten die Betroffenen für diese Fragen eine professionelle Begleitung.»

Auf Wunsch suche das Team der Seelsorge-Hotline eine Seelsorgerin oder einen Seelsorger, der oder die eine Begleitung vor Ort übernehmen kann. Ziel sei es, rasch einen persönlichen Termin vereinbaren zu können – ohne bürokratische Hürden und am Bedürfnis der Menschen orientiert. Die seelsorgliche Begleitung ist kostenlos und stehe auch Menschen anderer Konfessionen und Religionen sowie Menschen ohne Religionszugehörigkeit offen, heisst es in der Mitteilung weiter. (bat)

Die Nummer 044 554 46 66 ist von Montag bis Freitag, 8-17 Uhr, erreichbar. In Winterthur lautet die Nummer der Seelsorge-Hotline 052 224 03 80.