Mehr Anrufe und mehr Verlust bei Telefon 143 der Zentralschweiz

Die Jahresrechnung 2012 der Dargebotenen Hand Zentralschweiz weist einen Verlust von 27000 Franken auf, gleichzeitig nahm die Anruferzahl um über 1000 zu.


Anlässlich der Generalversammlung in Kriens sei ein negatives Jahresergebnis präsentiert worden, wie die Dargebotene Hand Zentralschweiz schreibt. Die Organisation weise einen Verlust von 27000 Franken aus, gegenüber einem Verlust von 3000 Franken im Vorjahr. Der Rückgang bei den Spenden und Beiträgen sei auf die angespannte Wirtschaftslage und die starke Konkurrenz um Spenden in der Region zurückzuführen, wie es heisst. Rund 130000 Franken der Beiträge stammten gemäss Jahresbericht 2012 von Kirchen und Kirchgemeinden. Die Zentralschweizer Kantone bezahlten 2012 knapp 14000 Franken Beiträge. 

Lediglich fünf Prozent trügen die sechs Kantone der Zentralschweiz und einzelne Gemeinden für den Unterhalt des Sorgentelefons bei. Telefon 143 entlaste mit seinem 24-Stundenbetrieb an 365 Tagen aber die sozialen Stellen von Kantonen und Gemeinden massgeblich. «Deshalb versuchen wir in den kommenden Jahren, vor allem die Kantone und Gemeinden vermehrt in die Pflicht zu nehmen», so der Geschäftsführer Klaus Rütschi. Auch würde man den Fokus auf Firmen ausweiten, damit die Dienstleistung erhalten und weiterhin professionell geführt werden könne.

Die Dargebotene Hand Zentralschweiz mit 39 freiwilligen Mitarbeitenden sei rund um die Uhr erste Anlaufstelle für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Die Nachfrage nach einem solchem Angebot sei gross und habe 2012 wiederum um rund 1000 Anrufe zugenommen. Kontaktiert worden sei die Notrufnummer 2012 über 13000 Mal. Pro Tag werde die Hotline durchschnittlich 38mal kontaktiert – das seien über 1100 Anrufe pro Monat.