Krieg im Nahen Osten

Katholische Kirche in Gaza bei Angriff getroffen

Ein israelischer Angriff in der Stadt Gaza beschädigte eine katholische Kirche und tötete drei Menschen. Israel bedauert den Vorfall und spricht von einem Fehler.

Die katholische Kirche der Heiligen Familie im Zentrum der Stadt Gaza ist bei einem israelischen Angriff getroffen worden. Drei Menschen wurden getötet. Unter den neun Verletzten befindet sich auch der Pfarrer der Gemeinde.

Palästinensischen Angaben nach sollen in dem Gotteshaus rund 600 Vertriebene untergebracht gewesen sein. Im Gazastreifen leben rund 1000 Christen, bei insgesamt mehr als zwei Millionen Einwohnern. In dem Küstenstreifen gibt es drei Kirchen, die Kirche der Heiligen Familie ist das einzig katholische Gotteshaus.

Papst Leo XIV. forderte nach dem Vorfall erneut einen sofortigen Waffenstillstand. Das Oberhaupt der katholischen Kirche beklagte den Verlust von Menschenleben. In einem vom Vatikan veröffentlichten Beileidstelegramm mahnte das neue Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken zu «Dialog, Versöhnung und dauerhaftem Frieden».

Israels Aussenministerium äusserte in einer Mitteilung «tiefes Bedauern». Erste Untersuchungen hätten ergeben, dass Geschossteile die Kirche während eines Militäreinsatzes versehentlich getroffen hätten. Das Land bleibe dem Schutz heiliger Orte und dem Schutz von Zivilisten verpflichtet, hiess es weiter.

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte kurz zuvor in Washington, US-Präsident Donald Trump habe Netanjahu wegen des Zwischenfalls angerufen. Netanjahu habe signalisiert, dass es ein «Fehler» der Israelis gewesen sei, die Kirche zu treffen, so Leavitt. (sda/ eba)

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