Musik
Schweizer Stiftung erhält Bach-Medaille
Die Bach-Medaille der Stadt Leipzig geht in diesem Jahr an die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Mit der Auszeichnung werde ein «einzigartiges Langzeitprojekt» gewürdigt, teilte das Leipziger Bach-Archiv mit. Seit 2006 verfolge die Stiftung in der Schweiz das Ziel, in monatlich stattfindenden Konzerten das gesamte Vokalwerk Johann Sebastian Bachs (1685-1750) aufzuführen. Verliehen wird die Auszeichnung während des Bachfestes Leipzig am 15. Juni.
Seit 20 Jahren setzten Chor und Orchester der Stiftung unter der Leitung des Schweizer Organisten und Chorleiters Rudolf Lutz «künstlerisch höchste Massstäbe». Lutz war lange Jahre Organist der evangelischen Kirche St. Laurenzen in St. Gallen. Mit dem Langzeitprojekt werde beispielhaft die Vokalmusik Bachs vermittelt. Die Kombination aus historischer Aufführungspraxis, wissenschaftlicher Werkeinführung und moderner Verbreitung sei ein Modellfall nachhaltiger Musikvermittlung.
Die Bach-Medaille wird seit 2003 jährlich vergeben. 2025 hatte die Leipziger Auszeichnung zur Pflege des Bachschen Werks der belgische Oboist Marcel Ponseele erhalten. Das Bachfest Leipzig findet vom 11. bis 21. Juni statt. (epd/ no)