IS-Kriegsverbrechen an Christen und Jesiden sollen untersucht werden

Der UN-Sicherheitsrat will Verfahren wegen Völkermords an Christen, Jesiden und anderen religiösen Minderheiten im Irak ermöglichen. Am Donnerstagabend beschloss er einstimmig die Ermittlung unter Führung eines Sonderberaters.


Menschenrechtler haben die Benennung eines UN-Ermittlerteams zur Untersuchung von Kriegsverbrechen des «Islamischen Staats» im Irak begrüsst. Mit seinem Beschluss habe der UN-Sicherheitsrat einen entscheidenden Schritt zur Gerechtigkeit für die unzähligen Opfer der Terrormiliz gemacht, sagte Kelsey Zorzi von der Allianz zur Verteidigung der Freiheit am Freitag in New York. Damit werde Jesiden und Christen im Mittleren Osten vermittelt, dass sie und ihre Leiden nicht vergessen würden.

Resolution spricht von Völkermord

Der UN-Sicherheitsrat hatte am Donnerstagabend einstimmig die Ermittlung unter Führung eines Sonderberaters beschlossen. Damit sollen Verfahren wegen Völkermords gegen Christen, Jesiden und andere religiöse Minderheiten ermöglicht werden. In der Resolution 2379 ist ausdrücklich von Völkermord die Rede. Es wird erwartet, dass UN-Generalsekretär António Guterres in den kommenden Monaten den Sonderberater ernennt, dessen Team sowohl mit Regierungsinstitutionen als auch mit der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten soll. (epd)