Krieg im Nahen Osten
Im Irak greifen proiranische Milizen Ziele an
Irantreue Truppen im Irak haben den Kampf aufgenommen. Sie behaupten unter anderem, US-amerikanische Stützpunkte angegriffen zu haben. Demnach seien bei den Angriffen Dutzende Drohnen und Raketen eingesetzt worden. Zudem habe die Miliz eine Drohne der «amerikanischen Besatzung» mit «geeigneten Waffen» abgeschossen.
Die Gruppe «Islamischer Widerstand», eine Art Dachgruppe für proiranische Milizen im Irak, hat seit Ausbruch des Iran-Kriegs bereits Dutzende Angriffe gegen «gegnerische» Stützpunkte im Irak und in der Region für sich reklamiert. Im Zuge des Iran-Kriegs werden auch immer wieder US-Stützpunkte im Irak mit Drohnen und Raketen angegriffen.
Der Irak teilt sich eine 1500 Kilometer lange Grenze mit dem Iran. Teheran hat grossen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss auf das Nachbarland unter anderem durch die mächtigen, Iran-treuen Milizen dort. Teile der schiitischen Gemeinde im Irak fürchten, dass bei einer Schwächung des Irans auch ihr eigener politischer Einfluss im Irak schwinden könnte. Einige Beobachter fürchten neue Unruhen im Irak durch die Entwicklungen im Nachbarland.
Wie unter anderem die «New York Times» berichtet, bereiten sich bewaffnete kurdische Einheiten darauf vor, in den Iran einzudringen. Der US-Geheimdiensts C.I.A soll sie bereits vor dem Ausbruch des Krieges mit Waffen ausgerüstet haben, heisst es im Artikel. Die Truppe iranischer Kurden hält sich aktuell im Irak an der Grenze zum Iran auf. Die «New York Times» zitiert Anführer der kurdischen Kämpfer dahingehend, dass die Bombardierung des Iran Teil der Bemühungen sei, ausgehend vom Irak in das Land einzumarschieren. (sda/ dst)